Die Größte der Stadt

Die Synagoge Rykestraße

Die Synagoge auf der Rykestraße ist im Stile einer neo-romanischen Basilika gestaltet und konnte im Jahr 1904 nach nur zehnmonatiger Bauzeit eingeweiht werden. Mit 2 000 Plätzen war die im Hof gelegene Synagoge eine der größten in Europa. Von hier begannen die Trauerzüge, die bei Beerdigungen über den Judengang zum Friedhof führten. Bis 1933 war der Prenzlauer Berg eine wichtige Stätte des jüdischen Lebens in Berlin.

Synagoge Rykestraße Berlin 1904
Die Synagoge 1904

Während der Reichspogromnacht wurde das Gebäude in Brand gesteckt. Um die umliegenden Wohnhäuser nicht zu gefährden, wurde das Feuer aber sehr bald gelöscht. Trotzdem wurde der Innenraum verwüstet und Rabbiner und Gemeindemitglieder ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Der letzte Gottesdienst fand im April 1940 statt. Anschließend nutzte der Bezirk Prenzlauer Berg die Synagoge als Depot für die Wehrmacht und Pferdestall.

Synagoge Rykestraße Sanierung
Der Innenraum der Synagoge nach der Sanierung 2007

Nach der Befreiung durch die Rote Armee im Mai 1945 fand hier bereits im Juli die erste Hochzeit statt. Hier in der einzigen verbliebenen Synagoge Ost-Berlins sammelte sich das schwindende jüdische Leben in der DDR. Zählte die Gemeinde nach dem Mauerbau noch 3 000 Mitglieder, sank diese Zahl durch Abwanderung und natürliche Verluste innerhalb von 30 Jahren auf 200 Personen.

 

Das Museum Pankow zeigt in einer Dauerausstellung die Geschichte der jüdischen Schule Rykestraße, die sich im Vorderhaus auf dem Gelände befand.

Werfen Sie nun bitte einen Blick zurück Richtung Knaackstraße. Am Anfang der Straße sehen Sie den großen runden Wasserturm, die vorletzte Station des Rundganges.