Der "Dicke Hermann"

Der Wasserturm am Prenzlauer Berg

Der Wasserturm und der schmale Standrohrturm zählen heute zu den ältesten Zeugnissen der zentralen Wasserversorgung Berlins. Seit 1856 wurde Spreewasser hier auf die Anhöhe gepumpt und in einem offenen Behälter aufbewahrt, um genügend Druck zu erzeugen und damit die Leitungen in den Wohnbezirken im Spreetal zu versorgen. Der erhalten gebliebene Standrohrturm diente dabei als Anzeigeinstrument und Überdruckventil.

Wasserturm Prenzlauer Berg
Der Standrohrturm von 1856 und das offene Bassin vor den Toren der Stadt

Mit dem Wachstum der Stadt reichte der Behälter nicht mehr aus. Ein neues Zwischenpumpwerk pumpte seit 1877 das Wasser in den im selben Jahr errichteten Wasserturm, der dreißig Jahre später noch einmal um fünf Meter angehoben wurde. Seit dem Ersten Weltkrieg wurden Teile der Anlage außer Betrieb genommen, 1952 wurde der Wasserturm ganz vom Netz genommen.

Wasserturm Prenzlauer Berg
Der Wasserturm von 1877 vor seiner Vergrößerung auf einer Postkarte von ca. 1910

Die ehemaligen Wohnungen der Maschinenarbeiter im Wasserturm sind nach wie vor bewohnt und zählen zu sehr beliebten Wohnadressen. Der Wasserturm ist das Wahrzeichen des Prenzlauer Bergs!

Biegen Sie als Nächstes links in die Straße an der Längsseite des Platzes, die Kolmarer Straße ein. Auf der linken Straßenseite folgen sie dem Straßenverlauf, bis Sie vor einem Flachbau aus gelbem Backstein stehen. Gehen Sie durch die daneben liegende Toreinfahrt und betreten Sie den Hof des Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner, wo sich auch der Hauptstandort des Museums Pankow befindet.